Wer ist vom Karpaltunnelsyndrom betroffen?



Beim Karpaltunnelsyndrom handelt es sich um eine Kompression des Handgelenkstunnels (Karpaltunnel), durch den der Nervus medianus (Mittelhandnerv) verläuft.  Dieser Nerv ist für die Sensibilität der Finger (Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger) zuständig. Wenn er komprimiert wird, wird das Greifen schwierig. Ein Taubheitsgefühl, Stechen oder Kribbeln können auftreten. Das Karpaltunnelsyndrom kann einfach nur störend und lästig sein, aber auch zu heftigen Schmerzen oder plötzlichem Verlust der Greiffähigkeit führen und sich so als äußerst behindernd und beeinträchtigend erweisen.

Die Frage, welche Personen von dieser Pathologie betroffen sind, liegt also nahe. Sind bestimmte Berufsgruppen besonders betroffen? Sind Männer und Frauen gleichermaßen von dieser Pathologie betroffen?

Einige Zahlen

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist eine häufige Erkrankung. Es ist die Hauptursache für Nervenkompressionen beim Menschen. In Deutschland erkranken jährlich 3 von 1.000 Menschen an dieser Pathologie, insgesamt sind 5 bis 10% der erwachsenen Bevölkerung betroffen.

Frauen sind stärker vom KTS betroffen als Männer. Das Journal international de médecine bezieht sich auf eine niederländische Studie, der zufolge geschätzt wird, dass 5,8% der Gesamtbevölkerung dieses Syndrom entwickeln. Personen zwischen 40 und 50 Jahren und zwischen 60 und 70 Jahren gehören zu den am stärksten von dieser Pathologie betroffenen Altersgruppen.

Tatsächlich ist dieses Syndrom die häufigste Muskel-Skelett-Erkrankung der oberen Extremität. Bei einer Anwendung der Daten auf die Arbeitswelt wird die Rate der Menschen mit KTS auf 4,6% der Erwerbsbevölkerung geschätzt.

 Anfällige Personen

Eine Vielzahl von Faktoren kann die Entwicklung eines KTS begünstigen.

Menschen mit einem ohnehin engeren Karpaltunnel sind natürlich anfälliger für diese Pathologie. Ein enger Karpaltunnel kann von Geburt an vorliegen oder sich als Folge eines Traumas entwickeln.

Weitere Risikofaktoren begünstigen die Entwicklung eines Karpaltunnelsyndroms. Zu diesen gehören entzündliche Erkrankungen wie Arthritis, Hormon- und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion, die Fettleibigkeit verursachen können.

Auch während einer Schwangerschaft, obwohl sie keine Erkrankung in sich darstellt, können zeitweilig Beschwerden auftreten, die mit einem Karpaltunnelsyndrom zusammenhängen.

Das Karpaltunnelsyndrom bei schwangeren Frauen könnte auf Wassereinlagerungen zurückzuführen sein, die einengend auf das Handgelenk wirken und so zu einer Nervenkompression beitragen.  Auch hormonelle Schwankungen könnten diese Pathologie begünstigen.

Obwohl es verlockend ist, nach einer einzigen Ursache des Karpaltunnelsyndroms zu suchen, ist es oft das Ergebnis einer Kombination von Faktoren, die schwer zu identifizieren sind.

Berufe mit Risikofaktoren

Wiederholte gleichförmige Bewegungen erhöhen das Risiko, ein Karpaltunnelsyndrom zu entwickeln. Die Überbeanspruchung durch eineitige Belastung kann zu Sehnenentzündungen führen, die stechende Schmerzen verursachen können.

Das Karpaltunnelsyndrom steht an zweiter Stelle der von der Sozialversicherung als Berufskrankheit anerkannten Pathologien.

Berufe mit repetetiver manueller Tätigkeit sind daher besonders von diesem Syndrom betroffen, ebenso wie solche, die bekanntermaßen Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) begünstigen. Dazu gehören, wir zitieren:

  • Der Groß- und Einzelhandel und hier insbesondere KassiererInnen, die oft schwer tragen und sich wiederholende gleichförmige Bewegungen ausführen müssen;
  • Die Wartungs- und Reinigungsbranche, insbesondere WäschereimitarbeierInnen;
  • Metzgereien und Schlachtereien, in denen die Arbeit in einer gekühlten Umgebung die Gefahr eines KTS erhöhen;
  • Das Gaststätten- und Hotelgewerbe, mit Tätigkeiten, bei denen sich täglich wiederholende, belastende Handgriffe auszuführen sind;
  • Die Automobilbranche mit ihren zahlreichen handwerklichen, manuell ausgeführten Tätigkeiten;
  • Das Baugewerbe, mit oft kraftaufwändigen, mit belastenden Vibrationen einhergehenden Arbeiten, die zudem häufig im Freien ausgeführt werden;
  • und schließlich Berufe, die eine intensive Nutzung der Computertastatur oder -maus erfordern...

Da es meist zu schwierig ist, Tätigkeiten zu verändern oder gar den Beruf zu wechseln, können die Schmerzen oft mit einige wenigen Maßnahmen gelindert werden. EPITACT® gibt Ihnen enige Tipps, wie Sie der Entwicklung dieses Syndroms vorbeugen können und zeigt Ihnen einige natürliche Lösungen, um die Schmerzen zu lindern.

* Diese Produkte sind Medizinprodukte der Klasse I, die gemäß diesen Vorschriften die CE-Kennzeichnung tragen.
Lesen Sie vor dem Gebrauch die Anweisungen sorgfältig durch. Hersteller: Millet Innovation. Mai 2020

Quellen :

https://www.santepubliquefrance.fr/maladies-et-traumatismes/maladies-liees-au-travail/troubles-musculo-squelettiques/donnees/le-syndrome-du-canal-carpien

https://www.ameli.fr/assure/sante/themes/syndrome-canal-carpien/comprendre-syndrome-canal-carpien